smart feiert 10 Jahre carsharing in Paris

Bereits seit 2009 ist smart mit car2go auf dem carsharing-Markt unterwegs, unglaublich wie die Zeit vergeht. Und noch spannender was sich inzwischen getan hat und sich noch tun wird in den nächsten Jahren. Aus diesem Anlass hat uns smart nach Paris eingeladen, aber wieso eigentlich gerade Paris? Ganz einfach Paris ist die perfekte Stadt für carsharing-Modelle. Wieso? Die Stadt ist groß, eng, überfüllt mit Autos und es gibt nur wenige Stellflächen für Fahrzeuge. Wo man hin schaut steht am Straßenrand ein Auto am nächsten, dicht an dicht geparkt. Doch ist das wirklich effektiv? Da stehen sie die Autos und warten Stunden oder gar Tage bis ihre Besitzer dann doch mal eine längere Strecke fahren wollen. Genau hier kommen die carsharing-Lösungen zum Tragen.

Fangen wir mal mit car2go an, erst im Januar 2019 wurde car2go in Paris gestartet. In Kooperation mit der Stadt und Behörden konnten schnell die notwendigen Vereinbarungen getroffen werden. Kaum acht Monate später kann car2go bereits mit mehr als 1,2 Millionen gefahrenen Kilometern in Paris auf eine tolle Erfolgsstory blicken. Das Konzept hat hier definitiv eingeschlagen und das trotz sämtlichen anderen Fortbewegungsmittel in dieser Stadt. Von Bus, U-Bahn, Zug, Taxi, Mietwagen, Privatfahrzeugen, alles ist vorhanden in Paris trotzdem ist dazwischen noch Platz für ein carsharing Konzept, den jedes Fortbewegungsmittel hat je nach Entfernung den besten nutzen.

Außerdem spannend ist, dass car2go nun Schritt für Schritt mit den Fahrzeugen von DriveNow zusammenfindet. Aus diesen beiden carsharing-Anbietern entsteht der Anbieter SHARE NOW. Über diese Plattform können zukünftig alle Fahrzeuge aus beiden Segmenten genutzt werden. Somit hat man je nach Stadt Zugriff auf Smart, Mercedes, BMW und Mini Fahrzeuge. Bereits jetzt sind die Fahrzeuge des jeweiligen anderen Anbieters in der Anbieter App zu sehen (z.b. lassen sich die DriveNow Fahrzeuge in der car2go App finden).

Wie uns Simon Brösamle (Chief Business Development Officer bei SHARE NOW) berichtete finden in diesen Tagen die finalen Tests der neuen App von SHARE NOW statt. Über diese App lassen sich dann alle Fahrzeuge von dann bald ehemals car2go und DriveNow nutzen. Außerdem lässt Simon Brösamle optimistisch verlauten, dass SHARE NOW ggf. noch im Dezember dieses Jahrs live gehen könnte. Spätestens aber dann im ersten Quartal 2020. Auch einen kleinen Ausblick in die zukünftigen Entwicklungen konnten wir bekommen. Aktuell wird auch daran gearbeitet alle Fahrzeuge der Flotte nutzen zu können, ohne dass der eigentliche Fahrzeugschlüssel dabei eine Rolle spielt. Alles soll über das Smartphone und die Internet Verbindung gelöst werden. Für die Fälle wo dann doch mal keine Internet Verbindung zur Verfügung steht, wie z.b. in einer Tiefgarage soll dann eine verschlüsselte Bluetooth Kommunikation zum Einsatz kommen um das Fahrzeug zu ent- und verriegeln wie auch zu starten. Da sind wir mal gespannt was und hier noch alles erwartet in den nächsten 10 Jahren carsharing.

Aber car2go bzw. SHARE NOW ist nicht die einzige Option bezüglich carsharing von smart. Als aufmerksame Leser von smartpit seid ihr ja bestens mit dem Thema ready to share von smart vertraut. Auch dieses durften wir in Paris nochmals vor Ort ausprobieren und erleben. Dabei hat sich mal wieder gezeigt, dass besonders in einer Großstadt wie Paris ein smart fortwo EQ seine Vorteile am besten ausspielen kann. Ein schlankes, wendiges Auto, mit Elektropower Beschleunigung ist sicher eines der passendsten Verkehrsmittel für solch eine Metropole. Da kann man noch schnell in die wenigen Verkehrslücken huschen oder noch einen der letzten Parkplätze ergattern. Selbst von Touristen Spots wie der Notre-Dame oder dem Pariser Louvre konnten wir mit dem Stadtflitzer noch einfach einen Parkplatz bekommen, wer hätte das gedacht. Macht sich doch gut der „kleine silberne“ in so einer Geschichtsträchtigen Stadt oder?

Doch zurück zu ready to share von smart. Mit dieser Lösung bietet smart einen guten Ansatz das Privatfahrzeug über eine App mit Freunden zu teilen und dabei die Privatsphäre von Fahrzeugbesitzer wir auch Freundschaftsnutzer/in zu schützen. Über Datenverbindung des Fahrzeugs und GPS lässt sich das Fahrzeug zum Nutzungsbeginn einfach finden ohne lange Abstimmung über den Standort des Fahrzeugs mit dem/der Eigentümer/in. Außerdem kümmert sich die App darum, dass der Eigentümer während der Mietzeit oder Nutzungszeit keinen Einblick darauf hat wo sich der/die Freundschaftsnutzer/in gerade befindet. So geht Datenschutz im carsharing Segment.

Ready to share funktioniert bereits gut über die App von smart, jedoch ist die Nutzung der App leider noch etwas umständlich an manchen Stellen. z.b. die Registrierung des Fahrzeugs auf die App bzw. den Benutzerzugang, muss von einem smart-center bzw. MB-Vertragspartner übernommen werden. Das passt nicht zum Konzept des modernen carsharings. Hier dürfen wir uns sicher auch noch auf Verbesserungen in der Usability freuen in naher Zukunft, den das Konzept als Ganzes ist eine total geniale Sache wie wir finden.

Bilder: Steffen Baitinger und Dirk Weyhenmeyer

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