Android Auto ab Modelljahr 2017

Kooperationspartner Renault hat heute über eine Pressemitteilung bekanntgegeben das die Modelle Twingo, Clio und Captur die auf dem System R-Link Evolution basieren auf welchem auch das Navigationssystem des fortwo und forfour basiert ab diesem Sommer mit Android Auto ausgestattet werden.

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Elektrifiziert und flüsterleise: smart electric drive Testdrive

Letzte Woche waren wir zusammen mit einigen weiteren Medienvertretern im französischen Toulouse um als eine der ersten in Europa den neuen smart electric drive zu testen. Nach dem die Premiere in den USA schon ein paar Tage her ist, feierte der Elektro smart der neuesten Generation nun seinen Einstand in Europa. Und wir sind ihn schon gefahren und haben alles wichtige für euch getestet!

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Hintergrundgespräch Dr. Annette Winkler

Vor einigen Tagen waren wir zu Gast in der smart-Zentrale in Böblingen. Neben drei anderen Bloggern hatten wir die Möglichkeit, mit Dr. Winkler ein Hintergrundgespräch zu den neuen Modellen und smart im Allgemeinen zu führen.

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Zuerst gleich mal eine Enttäuschung, zu vielen Dingen dürfen wir nichts schreiben, gerade was das kommende Design angeht.

Der fortwo wird in der Breite wachsen, dem Innenraum wird dies sehr zu Gute kommen. Man wird innen deutlich mehr Platz haben, es ist ein deutlicher Komfortgewinn zu erwarten.

Der forfour wird das gleiche Gesicht bekommen wie der fortwo, dies bestätigte Dr. Winkler uns ja schon auf der smart times 2013. Aber ein hübsches Gesicht allein reicht natürlich nicht. Im Vergleich zu anderen Herstellern muss ein Mehrwert geschaffen werden – smart möchte mehr liefern, als „nur“ ein Auto. Dafür wird auf drei Säulen aufgebaut:

Ob das die Käufergruppe überzeugt, wird sich zeigen müssen.

Beim Hintergrundgespräch nahm sich Dr. Winkler viel Zeit und beantwortete geduldig die Fragen der anderen Blogger und uns.

Blogger (B): Bleiben die Namen fortwo / forfour bestehen?

Dr. Annette Winkler (AW): Die Namen bleiben bestehen, die offiziellen Bezeichnungen gleichen sich jedoch an das System von Daimler an. (C453 = fortwo, W453 = forfour, A453 = Cabrio)

B: Bleiben die Reihen pure, pulse und passion bestehen?

AW: Grundsätzlich wird es wieder mehrere Ausstattungsvarianten geben, wie diese aussehen und heißen, ist noch nicht final geklärt.

B: Da der fortwo ja in der Breite wächst, wächst auch das Gewicht?

AW: Der fortwo wird minimal schwerer als der 451, die Zunahme hält sich aber in Grenzen.

B: Wie wird die Integration von Smartphones aussehen? Wie vernetzt sind die neuen Modelle?

AW: Es wird eine umfangreiche Integration von Android und iOS geben, dies wird durch ein System unseres Partners Renault ermöglicht.

Archiv-Foto

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Wir hatten natürlich noch eine Vielzahl weiterer Fragen, aber entweder haben auch wir keine Antwort erhalten, oder wir dürfen noch nicht darüber schreiben.

Jetzt zur wichtigsten Frage, wann werden die neuen Modelle vorgestellt. Offiziell gibt es noch keinen Zeitplan, stand heute ist die Planung nicht final. Es schwirren einige Gerüchte durchs Netz, allesamt wohl durch einen Blick in die Glaskugel entstanden. Wir müssen uns weiter in Geduld üben. Wer weiß, vielleicht gibt es ja schon auf der smart times in Cascais etwas zu sehen. 😉

 

smart fortwo 2014 – das könnte der neue Motor sein

Es ist ein offenes Geheimnis: Der kommende smart fortwo wird in Zusammenarbeit mit Renault entwickelt. Während Design, Crashsicherheit und andere Komponenten im Hause Daimler festgelegt werden, ist Renault federführend für die Verbrennungsmotoren zuständig.

smart fortwo 2014 Renault TCe 90  7

Daß man in der Daimler Entwicklungsabteilung nicht unbedingt ein glückliches Händchen für kleine Motoren hat, beweisen die 599 bzw 699ccm großen Turbo-Dreizylinder Benziner der ersten fortwo Generationen. In den einschlägigen Foren wimmelt es bis heute von Problemberichten über enorm hohe Ölverbräuche, Turboladerausfälle und Motorschäden. Es hat sich ein ganzer Geschäftszweig von Motoren-Instandsetzern gebildet, die sich auf den kleinen Dreizylinder des smart fortwo 450 konzentrieren.

Zum Glück haben die Verantwortlichen bei Daimler aus ihren Fehlern gelernt. Seit 2007 werkelt im fortwo ein robuster 1L Dreizylinder Benziner von Mitsubishi, der sich allen Unkenrufen zum Trotz als äußerst robust und zuverlässig herausgestellt hat. Einziger Wermutstropfen: Ein Sparwunder ist der Motor nicht gerade.

An diesem Punkt wird der Motor des kommenden fortwo ansetzen. Woher wir das wissen? Ganz einfach: Die Basis für den Motor des 2014er smart fortwo existiert bereits. Der vor wenigen Wochen mit dem brandneuen Renault Clio eingeführte „Energy TCe 90“ genannte Motor bildet höchstwahrscheinlich die Basis für den Motor der kommenden fortwo Generation.

Renault ist sichtlich stolz auf den neuen Motor und zeigt in einem vierminütigen Video die technischen Details. Es gibt keine offizielle Bestätigung von Daimler, aber die Eckdaten des Motors passen perfekt zum fortwo:

Der Turbobenziner überzeugt bereits bei niedrigen Drehzahlen mit kraftvollem Durchzug.

Dank Abgasturbolader erzeugt der kleine Dreizylinder aus 900 Kubikzentimetern Hubraum satte 90 PS und ein maximales Drehmoment von 135 Nm.

Dabei liegen 80 Prozent des maximalen Drehmoments zwischen 1.650 und 5.200 Touren an. Das ermöglicht entspanntes und durchzugsstarkes Fahren dank sehr guter Elastizität.

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Dieser Motor zählt zu den sparsamsten Benzinmotoren überhaupt. Er begnügt sich mit einem Verbrauch von 4,3 Litern pro 100 Kilometern gemäß „Neuem Europäischen Fahrzyklus“, kurz NEFZ. Die CO2-Emissionen betragen dabei gerade einmal 99 g/km.

Neben der Start-Stopp Automatik verfügt der Motor über ein System zur Bremsenergie-Rückgewinnung.

Renault gibt einen großzügigen Wartungsintervall von 2 Jahren oder 30.000km vor.

Kurz bevor eine Technologie am Ende ist, wird sie mit höchstem Aufwand perfektioniert, um sie möglichst lange am Leben zu halten. Das gilt auch für Verbrennugsmotoren. Es ist wirklich erstaunlich, welcher technologische Aufwand in diesem kleinen Kraftpaket steckt, um die Effizienz zu maximieren – und doch ist ein Elektromotor mit seinem unschlagbar simplen und effizienten Grundaufbau dem Verbrennungsmotor haushoch überlegen.

In der folgenden Galerie zeigen wir alle wichtigen Merkmale des „Energy TCe 90“ Bild für Bild mit einer kurzen Erläuterung.

smart fortwo 2014 – Seltsames aus der Gerüchteküche

Da hat sie wieder zugeschlagen, die Auto Bild. Mit drittklassigen Bildretuschen und hanebüchenen Behauptungen wird über die nächste Generation des smart fortwo orakelt.

Schon der Anleser auf der Bild-Website besticht durch die tiefgreifende Unkenntnis des Autors: So wächst der künftige fortwo erstaunlicherweise „im Vergleich zum Vorgänger um drei Zentimeter auf 2,79m“. Komisch nur, daß der smart derzeit 2,69m lang ist. Der für die nächste Generation vorhergesagte „praktische Schieberegler für die Temperaturvorwahl der Klimaanlage“ existiert im smart bereits seit 2007.

Genauso seltsam ist die Vorhersage einer markanteren, steileren Nase, „die aus Gründen des Fußgängerschutzes nötig wird“. Diese neue Nase ist in der gezeigten Retusche ein kastiger Vorbau und lässt den fortwo exakt wie diesen Chinasmart aussehen.

Schaut man sich die Studie forvision an, erkennt man tatsächlich eine deutlich steilere, höhere und ausgeprägtere Frontpartie als bisher (rote Pfeile) – jedoch ist diese elegant in das Design des Fahrzeuges integriert.

 

Überhaupt hätte man sich bei der Auto Bild mal ein bißchen mit der Formensprache des forvision auseindersetzen sollen, bevor man einen möglichen fortwo-Nachfolger am Computer visualisiert. Auch sollte mittlerweile selbst der letzte Auto Bild Redakteur bemerkt haben, daß ein fortwo immer drei Radschrauben hat.

Was uns besonders überrascht hat: Gebetsmühlenartig wiederholt die gesamte Pressewelt brav und unreflektiert den von der Auto Bild in die Welt gesetzten Unsinn.

Soviel Fehlinformation macht uns natürlich neugierig. Wir kauften uns unter Überwindung körperlicher Schmerzen ein Exemplar der Auto Bild. Wieder einmal wurden wir nicht enttäuscht. Redakteur Georg Kacher faselt in dem scheinbar mit heißer Nadel gestrickten Artikel wirr über den angeblichen 0.9 Liter Saugmotor des neuen smart mit 65 PS und unterstreicht seine Ahnungslosigkeit mit der Behauptung, der künftge forfour würde ab 2014 zusammen mit dem fortwo in Hambach produziert.

In Wirklichkeit entsteht der forfour im slowenischen Novo Mesto bei Kooperationspartner Renault, da das smart Werk in Hambach gar nicht für ein so großes Fahrzeug wie den forfour umgerüstet werden kann. Das wurde uns ausführlich bei der Werksbesichtigung in Hambach erklärt.

Apropos Kooperationspartner: Kacher behauptet in dem Artikel, Renault hätte sich aus dem Kleinwagen-Gemeinschaftsprojekt mit Daimler zurückgezogen. Richtig ist: Renault liefert wie geplant einen 0.9 Liter großen Dreizylinder Direkteinspritzer-Turbomotor mit unterschiedlichen Leistungsstufen für die kommende smart-Generation. Dieser Motor wird auch im gerade präsentierten Renault Clio angeboten.

Renault nutzt im Gegenzug die Heckmotorplattform des kommenden fortwo bzw. forfour für seinen Twingo-Nachfolger, der vermutlich 2013 präsentiert wird und zusammen mit dem forfour vom Band läuft. Wie Kacher darauf kommt, daß nun „die Schwaben das Ding im Alleingang durchziehen“ müssen, verrät er nicht.

Nur wenige Zeilen später schreibt er dann, daß auch ein neuer smart-SUV „mit Schützenhilfe von Nissan“ entstehen soll, der „Motoren und Getriebe aus der Kooperation mit Renault“ bezieht. War genau diese Kooperation nicht gerade eben noch beendet?

Nach Kachers Meinung wird auch die „einst als Revolution gefeierte“ tridion Sicherheitszelle ihre Bedeutung verlieren und nur noch ein farbig abgesetzter „integraler Bestandteil der Karosserie“ sein. Diese Abkehr vom tragenden Sicherheitskonzept führt er auf „geänderte Anforderungen“ zurück, die auch für den neuen Vorbau des fortwo verantwortlich seien. Damit werde der neue fortwo „zwar nicht unbedingt hübscher, aber viel sicherer“. Ah… ja. Die tridion Sicherheitszelle war schon immer integraler Bestandteil der smart Karosserie und ist nach wie vor eines der Haupt-Sicherheitsmerkmale des smart fortwo. Nicht ohne Grund konzentriert sich im nachfolgenden Spot alles auf die Sicherheitszelle – nur so kann man Vertrauen in die Sicherheit eines so kleinen Fahrzeuges aufbauen.

Daß die Zelle weiterhin dominierendes Gestaltungs- und Sicherheitsmerkmal des smart bleiben wird, zeigen auch die aktuellen Studien forvision, forus und forstars – die tridion Zelle steht immer im Mittelpunkt. Diese Konzeptfahrzeuge zeigen auch: Der neue smart wird definitiv „hübscher“ aussehen als bisher – und trotzdem sicherer sein.

Kacher versucht dann anhand von Fahrzeugen aus der Geschichte von smart (wie dem nie veröffentlichten formore) weitere neue Modelle vorherzusagen. So ist er überzeugt, smart werde neben dem neuen forfour einen „sportlichen Zweisitzer“ (roadster) sowie einen SUV auf Basis des nächsten Nissan Juke präsentieren. *gähn*

Sogar einen „kurzen Van“ sieht Kacher voraus.

Hätte er sich nur ein klein wenig mit dem von Annette Winkler angestoßenen Richtungswechsel bei smart beschäftigt, wäre ihm schnell klar geworden, daß er mit seinen Vorstellungen völlig daneben liegt. Es weht längst ein neuer Wind bei smart. Annette Winkler sagte kürzlich in einem Interview, der smart sei für sie ein „think tank“. Sie will also gar keine 08/15-Produkte, wie sie jeder andere Hersteller im Portfolio hat. Und schon gar nicht wird sie den Fehler ihrer Vorgänger wiederholen und einem Fahrzeug eines anderen Herstellers eine smart-Haut überstreifen.

Ganz oben auf der Agenda der starken Frau an der Spitze von smart stehen Innovation und Revolution. Wir sind gespannt, wann die Auto Bild das bemerkt.

[UPDATE]: Mittlerweile ist der Artikel auf autobild.de ziemlich geschrumpft, viele Fehler sind aber nach wie vor nicht korrigiert. Das riecht nach einem Fall für bildblog.de. Der Focus, das Handelsblatt und andere zitieren aber weiterhin die fehlerhaften Infos des Artikels.

Neuer ADAC Crashtest für Kleinstwagen

Der ADAC hat einen neuartigen, realitätsnahen Crashtest entwickelt und die Fahrzeuge smart fortwo, Fiat 500, Renault Twingo sowie Kia Picanto getestet. Resultat: Lebensbedrohliche Verletzungen durch hohe Brustbelastungen beim Fahrer kann einzig der smart fortwo verhindern – und das obwohl er das kleinste und leichteste Fahrzeug im Test war.

Beim sogenannten Kompatibilitäts-Crashtest des ADAC wird eine Kollision mit einem Unfallgegner der unteren Mittelklasse (rund 1400 kg) mithilfe eines Barrierewagen simuliert, der das Testfahrzeug mit 50% Überlappung trifft. Das gibt die Realität sehr gut wieder, denn die Wahrscheinlichkeit, mit einem Kleinstwagen wie z.B. dem fortwo bei einem Crash auf ein größeres Fahrzeug zu treffen, ist naturgemäß sehr hoch.

Beim klassischen NCAP Crashtest wird dagegen aufgrund des Versuchsaufbaus immer nur die unwahrscheinlichste aller Crashsituationen simuliert: Ein Aufprall mit einem Fahrzeug exakt gleichen Gewichts. Kollidiert ein leichtes Fahrzeug mit einem schweren, muss das leichte wesentlich mehr Crashenergie absorbieren, als im NCAP Test geprüft wird.

Daimler beachtet bei der Entwicklung seiner Fahrzeuge seit langem die Massenunterschiede im Falle eines Crashs. So wurde für den smart ein umfassendes Konzept zum Insassenschutz entwickelt. Der fortwo hat wie jedes Fahrzeug eine vollwertige Knautschzone im Frontbereich. Viele Menschen unterliegen dem Irrglauben, eine lange Motorhaube bedeute viel Schutz. In Wirklichkeit ist jedoch der vorne sitzende Motor ein solider Block, der in keiner Weise Energie absorbieren kann. Darum hat der smart mit seinem Heckmotor trotz kurzer Schnauze eine mit der Polo-Klasse vergleichbare Knautschzone. Ist diese Knautschzone aufgezehrt, greifen beim fortwo weitere Schutzmechanismen. So schwingen Heckmotor und Hinterachse des fortwo unterm Fahrzeugboden nach vorne und bauen damit am Fahzeugheck weitere Crashenergie ab. Sogar die Sitzgestelle absorbieren Energie. Optimierte Rückhaltesysteme und die sehr steife Tridion Sicherheitszelle sorgen dabei für ein hohes Niveau an Insassenschutz.

Da die Knautschzonen an einem Kleinstwagen nicht beliebig vergrößert werden können, sind große Mercedes-Benz Fahrzeuge so ausgelegt, daß sie ihre Knautschzone im Falle eines Aufpralles teilweise an leichtere Fahrzeug „abgeben“ können. Dies wurde bereits eindrucksvoll im Jahr 1999 demonstriert, als bei einem Crashtest der smart und die mehr als doppelt so schwere S-Klasse aufeinanderprallten. Der smart kippte zwar am Ende auf dramatisch wirkende Weise um, die Werte der Dummies zeigten jedoch: keine Lebensgefahr für die Insassen.

Mit Schrecken erinnert man sich in diesem Zusammenhang an den Crashtest zwischen dem Audi Q7 und dem Fiat 500. Hierbei versagten die Schutzsysteme völlig, der extem steife Längsträger des Q7 (der ihm beim NCAP Crashtest zu 5 Sternen verhilft) bohrte sich wie eine Lanze bis in den Innenraum des Fiat 500. Der Längsträger des Q7 knautschte nicht und konnte somit auch keine Crahsenergie absorbieren. Die Knautschzone des Fiat 500 wurde ebenfalls nicht aktiviert, da sich seine Crashelemente nicht wie nötig an den Crashelementen des Q7 abstützen konnten. Die Insassen des Fiat 500 hätten lebensgefährliche Verletzungen davongetragen.

Der neue ADAC-Test soll genau solche Inkompatibilitäten zwischen unterschiedlichen Fahrzeugklassen entlarven. Der ADAC fordert, daß alle Hersteller die Konstruktion der Crashelemente grundsätzlich verändern. So soll die gesamte Front wie ein Schutzschild konstruiert sein, das in jeder Aufprallsituation die Crashenergie auf die Crashelemente ableitet. Dadurch soll gewährleistet werden, daß die Knautschzonen beider Fahrzeuge auch im ungünstigsten Falle aktiviert werden. Derzeit ist es oft so, daß wie beim Q7 zwei steife, lanzenartige Crashelemente unter der weichen Karosserie „lauern“ und sich ins andere Fahrzeug bohren können.

Beim ADAC Kompatibiltätstest hat einzig der smart fortwo seine Insassen vor lebensbedrohlichen Verletzungen bewahrt. Diese erstaunliche Tatsache wird allerdings nur in der Pressemitteilung des ADAC erwähnt – im dazugehörigen Video wird darüber kein Wort verloren. Auch der getestete Fiat 500 wird nicht erwähnt.

 

Kommt der fortwo Nachfolger 2014?

Na, wann kommt er denn nun? Wir werfen mal einen Blick in unsere Glaskugel und spekulieren munter vor uns hin…

Bei unserer Werksbesichtigung in Hambach haben wir zumindest gehört, dass der fortwo Nachfolger 2014 kommen soll. Aber wer weiß schon, welchen Einfluss die Marketing-Abteilung letztendlich noch auf den Termin der Markteinführung nehmen wird.

Fest steht: Der nächste fortwo wird in Kooperation mit Renault entwickelt. Sicher keine schlechte Wahl, hat Renault doch eine Historie an interessanten Klein- und Kleinstwagen vorzuweisen wie R5, Twingo oder -topaktuell- den Twizy. Außerdem ist Renault mit seinen Z.E.-Modellen ein Vorreiter der Elektromobilität. Heimlich, still und leise hat Renault seine Produktpalette erweitert. Bis Jahresende werden vier Modellreihen mit E-Antrieb erhältlich sein: Twizy, Fluence Z.E. und Kangoo Z.E. stehen bereits beim Händler. Der neu entwickelte, rein elektrisch angetriebene Kleinwagen Zoe erscheint im Herbst.

Aber zurück zum fortwo. Der neue wird auf jeden Fall breiter, denn dazu wurden im Werk bereits Umbaumaßnahmen getroffen. Die Breite ist auch die einzige Dimension, in der ein fortwo noch sinnvoll wachsen kann. Hoch genug ist er schon und in der Länge sollte es keinen Zuwachs geben, damit er seine Parkvorteile nicht verspielt. Schaut man sich die im Internet kursierenden ersten Erlkönig-Fotos an, sieht man sogenannte „Testmule“. Diese aus gekürzten Twingo Karosserien bestehenden Fahrzeuge sind Erprobungsträger für die technischen Komponenten des nächsten fortwo; also Fahrwerk, Motor, Getriebe etc.

Diese Prototypen haben formal noch keinerlei Ähnlichkeit mit dem späteren Serienfahrzeug. Dennoch lassen sich einige interessante Details erkennen.

 

Da hier bereits die Fahrwerkskomponenten des nächsten fortwo getestet werden, kann man an den Radabständen schon recht gut die späteren Proportionen des fortwo erkennen. Der neue wird eindeutig bulliger durch die verbreiterte Spur. Bei den Aufnahmen von der Seite erkennt man einen siebartigen Lufteinlass über dem Hinterrad sowie einen knapp hinter der Hinterachse sitzenden, quer eingebauten Endschalldämpfer. Diese beiden Punkte sprechen klar für einen Heckmotor. Das Grundkonzept des fortwo bleibt also erhalten.

 

Das spätere Fahrzeugdesign wird sich wahrscheinlich stark an die Studie forvision anlehnen, die im vergangenen Herbst auf der IAA in Frankfurt präsentiert wurde. Schon der forvision verfügte über eine deutlich verbreiterte Spur im Vergleich zum aktuellen fortwo. Natürlich wird das Design für die Serienversion noch deutlich entschärft. Details wie die Tür in „Knitteroptik“, die Solarzellen/OLED Segmente im Dach oder die Ventilatoren in den Heckleuchten werden es nicht in den nächsten fortwo schaffen. Aber die Grundproportionen des Fahrzeuges bleiben.

 

Auch technologisch werden einige Lösungen des forvision in die Serie einfließen. Die auf der IAA ausgestellten Vollkunststoff-Felgen waren bereits erstaunlich weit entwickelt. Auch die gezeigten Sitzgestelle aus glasfaserverstärktem Kunststoff sind eine geniale Lösung um Gewicht zu sparen, ohne Einbußen bei der Crashsicherheit in Kauf zu nehmen. Denn bei einem Kleinstwagen wie dem fortwo sind auch die Sitze in das Sicherheitskonzept mit einbezogen.

Überhaupt wird das Thema Gewichtsreduktion ganz weit oben im Lastenheft des nächsten fortwo stehen. Das geringere Gewicht wird neben den neuen Direkteinspritzer-Benzinern eine der Hauptmaßnahmen zur Verbrauchssenkung sein – und gleichzeitig zu einer deutlichen Reichweitenerhöhung der nächsten electric drive Generation beitragen.

Der fortwo Nachfolger ist der erste smart, der unter der Regie von Annette Winkler entsteht. Betrachtet man die innovativen Konzeptfahrzeuge seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren, darf man davon ausgehen, daß der neue smart ein echter Innovationsträger sein wird. Und das ist auch dringend notwendig. Denn mit dem Erfolg des neuen fortwo wird höchstwahrscheinlich auch das Schicksal der Marke smart entschieden.

Bildquelle Testmule: autoblog.com, Bildquelle Studioaufnahmen forvision: Daimler