Erweiterung des MTC in Sindelfingen durch Technologiezentrum für Fahrzeugsicherheit

Mit dem Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen hat die Daimler AG bereits in Vergangenheit gezeigt eines der modernsten Zentren für die Fahrzeugentwicklung sein eigenen zu nennen. Dieses Jahr kam das neue Technologiezentrum für Fahrzeugsicherheit mit dazu, damit will man auch in Zukunft Taktgeber bei der Fahrzeugsicherheit der globalen Autoindustrie bleiben.

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smart fortwo 451: Tempomat nachrüsten

Die echten smart-Fans wissen natürlich, dass es den smart fortwo (BR451) in den letzten Jahren seiner Neuwagenzeit auch mit einem Tempomat direkt im Lenkrad bereits ab Werk zu bestellen gab. Doch was tun wenn werkseitig ken Tempomat verbaut war oder man wie ich ein älteres Modell vor dem Facelift fährt, als es noch gar keinen Tempomat gab? Wir haben die Antwort.

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CS-Tuning Nitrous – A star is born

Wer seinem smart etwas besonderes gönnen will, stolpert früher oder später über CS-Tuning, wir haben mit den „weißen Haien“ bereits Fahrzeuge von CS-Tuning gezeuígt. Nun bringt CS-Tuning neue Felgen auf den Markt, die wir euch genauer vorstellen möchten.

Die kalte Jahreszeit ist vorbei, es wird Zeit die Sommerreifen aufzuziehen. Wer jetzt für die neue Saison neue Sommerschuhe für seinen fortwo sucht, sollte dringend bei CS-Tuning vorbeischauen. Das Team von CS-Tuning hat mit den CS Nitrous komplett neue Felgen entwickelt, die jeden fortwo schmücken.

Die CS Nitrous sind standardmäßig in der Kombination 17 Zoll vorn und 18 Zoll hinten erhältlich. Die 18 Zöller auf der Hinterachse verleihen dem fortwo ein deutlich sportlicheres Aussehen und verbessern das Fahrverhalten. Dabei tragen die Vorderräder 195/40 R17, die Hinterräder 215/35 R18 Reifen.

Auffällig ist der Verschlussdeckel, der sowohl die Radschrauben gegen Wasser und somit gegen Rost schützt, als auch die sportliche Optik abrundet.

Die Kleinserie wird von einem namhaften Hersteller exklusiv für CS-Tuning in GB produziert und durchlaufen strenge Qualitätskontrollen. Der Anbau ist ohne weitere Extras wie Distanz- oder Adaptionsscheiben möglich.

Die Vorbestellung der Felgen ist ab sofort möglich, die Stückzahl ist zur Zeit stark begrenzt. Für die Kombination aus 17 und 18 Zoll CS Nitrous werden 1.190 Euro fällig, für 4 x 17 Zoll müsst ihr 1.000 Euro berappen. Qualität hat eben seinen Preis.

Falls Ihr also Interesse habt müsst ihr schnell sein, die CS Nitrous werden vermutlich schnell vergriffen sein.

Erfahrungsbericht: 122 PS im smart

Thomas Komo, Inhaber der Firma CS-Tuning mit Sitz im hessischen Rodenbach lud uns ein, den Entwicklungsprozess einer neuen, kraftvolleren Generation von Leistungssteigerungen für den smart fortwo 451 zu begleiten. Der smart Motor wird am Ende über 120PS auf dem Rollenprüfstand leisten.

Zunächst erfuhren wir interessante Details über die Geschichte des seit 1998 auf smart spezialisierten Unternehmens: Thomas Komo hat seine Wurzeln im Motorsport. Er wechselte Anfang der 1990er ins Tuning-Fach und machte sich zunächst in der Chrysler- Opel- und Lotus-Szene einen Namen. Durch die persönlichen und geschäftlichen Verbindungen zu KBS Motors in Frankfurt sammelte er Erfahrungen im Motortuning von Kleinwagen wie dem Fiat Uno Turbo oder dem Fiat Cinquecento.

Im Spätherbst 1998 begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Unternehmens, als ein langjähriger Kunde auf den Hof des Tuners fuhr – am Steuer eines nagelneuen smart. Er übergab den Schlüssel und sagte: “Mach da mal was draus und melde dich, wenn du fertig bist.” Thomas Komo wusste zunächst nicht so recht, was er von dem Stadtfloh halten sollte. Skeptisch schaute er sich zusammen mit seinem Software-Ingenieur die Kennfelder des Motorsteuergerätes an. Bereits nach wenigen Stunden gab es eine erste Probefahrt mit gesteigerter Motorleistung – der Stadt-Floh war in diesem Augenblick zum Spaßmacher mutiert.

Kurzerhand wurden eigene smarts angeschafft und die Entwicklung von Leistungssteigerungen für den Winzling begann. Da die Hardware des Flitzers schnell an ihre Grenzen kam, wurde Zubehör wie optimierte Abgasanlagen, Fahrwerke und Alufelgen entwickelt. Alleine vom „CS01“ Alurad wurden innerhalb kürzester Zeit mehr als 5000 Sätze verkauft.

CS-Tuning war damit neben BRABUS der erste Anbieter für smart Tuning und Zubehör überhaupt, denn in der klassischen Tuning-Szene wurde der unkonventionelle Kleinstwagen zunächst nur belächelt.

Bald bildete sich jedoch eine schnell wachsende Fangemeinde rund um den smart und CS-Tuning wurde zum gefeierten smart-Tuner. Das sah auch die Fachpresse so: Die Fahrzeuge von CS-Tuning gewannen regelmäßig Vergleichstests mit den Mitbewerbern.

Im Jahr 2006 sorgte der smart roadster von CS-Tuning auf dem jährlichen, Marken-offenen Tuner Grandprix am Hockenheimring für eine kleine Sensation. Mit seinen Rundenzeiten nahm der komplett umgebaute CS-roadster den stolzen 2. Platz ein – nur geschlagen von einem ebenfalls modifizierten Opel Speedster Turbo mit mehr als doppelt soviel PS und drei mal mehr Hubraum.

Auf unsere Frage, was den langjährigen Erfolg von CS-Tuning ausmacht, antwortet Thomas Komo mit nur einem Wort: “Kundenzufriedenheit”.

Denn in Zeiten des Internets verbreiten sich Informationen über Qualitätsmängel rasend schnell. Die vielen smart-Foren sind der ideale Ort dafür. Wenn man als Anbieter nicht beste Qualität liefert, ist der Ruf schnell ruiniert – und das Internet vergisst nichts.

Thomas Komo sagt: „Viele Mitbewerber sparen bei der Entwicklung und bieten unausgereifte Datenstände zu Ramschpreisen an. Die Zeche zahlt später der Kunde.”

Leistungssteigerungen mit zu kurzer Entwicklungsdauer fühlen sich unharmonisch und ruppig an oder machen Probleme beim Kaltstart und Leerlauf. Das empfindet nicht nur der Fahrer als störend, es schadet auch dem Motor.

cs-tuning-122-ps-3

Wie die seriöse Entwicklung einer Leistungssteigerung vonstatten geht, konnten wir live miterleben. Zunächst werden Testfahrten auf dem Leistungprüfstand durchgeführt. Dazu mietet sich CS-Tuning bei den Kollegen von VW-Tuner Oettinger im nahegelegenen Friedrichsdorf ein. Hier wird nach strengen Vorgaben zunächst die Serienleistung des Fahrzeuges ermittelt und im nächsten Schritt die Kennfelder optimiert. Jede Änderung wird direkt auf dem Prüfstand analysiert.

Am Verlauf der Leistungskurven ist zu erkennen, wo es unharmonische Leistungsspitzen oder Leistungsdefizite gibt. Diese Ausreißer werden dann wieder in der Software kompensiert. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt, bis die Kraftentfaltung absolut harmonisch über das gesamte Drehzahlband verläuft – das kann schonmal mehrere Tage dauern. Erst dann erfolgt die Erprobung auf der Teststrecke.

Auch wir durften einige Vorabversionen testen. Und tatsächlich: Jede Variante hatte ihre Eigenheiten und Besonderheiten bei der Kraftentfaltung. Wer behauptet, “Tuning ist gleich Tuning”, wird hier eines besseren belehrt.

Nach jeder Testfahrt setzt sich Thomas Komo mit seinem Softwareentwickler zusammen und feilt weiter an den Parametern – davon gibt es beim smart-Motorsteuergerät über 80.000.

Erst wenn alles passt, wird der Datenstand freigegeben.

Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Fahrgefühl. Der smart beschleunigt mit der Leistungssteigerung kraftvoll und harmonisch, die Elastizität wurde spürbar gesteigert und der Motor hat in allen Fahrsituationen deutliche Kraftreserven. Überholvorgänge werden verkürzt und Ampelstarts werden zur wahren Freude.

Bei den Testfahrten erzielten die Erprobungsfahrzeuge Geschwindigkeiten, die man einem smart niemals zutrauen würde.

Unterm Strich hat CS-Tuning in diese Entwicklung eine Summe in fünfstelliger Höhe investiert, den dazu notwendigen Fuhrpark nicht eingerechnet.

Diese Investition zahlt sich für den Kunden, aber auch langfristig für den Tuner aus. Auch nach intensiver Recherche in den einschlägigen smart-Foren konnten wir keinerlei Problemberichte zu den Leistungssteigerungen von CS-Tuning finden – und das, obwohl seit 1998 tausende von smart-Motoren aller Baureihen von CS-Tuning modifiziert wurden.

Wer ganz sicher gehen will, erhält auf Wunsch eine Garantie für den leistungsgesteigerten Motor. “Bei unserem Garantie-Anbieter sind wir ein gern gesehener Kunde”, sagt Thomas Komo, “es gab bisher keinen einzigen Schadensfall.”

 

Akku leer – Und jetzt?

Bei unseren Testfahrten mit dem fortwo electric drive kam uns der Gedanke: Was passiert eigentlich, wenn man mit einem E-Fahrzeug aufgrund eines leeren Akkus liegen bleibt?
Bei Verbrennungsmotoren hilft ein Reservekanister Sprit bis zur nächsten Tankstelle – das geht bei E-Fahrzeugen nicht. Hilft hier eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub?

 

Wir fragten bei den drei großen Clubs in Deutschland nach: ADAC, AVD und ACE.

Grundsätzlich stimmen die Clubs darin überein, daß für E-Fahrzeuge der gleiche Leistungsumfang wie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gilt. Das bedeutet: bleibt ein Fahrzeug liegen, wird es zu den vertraglich vereinbarten Konditionen abgeschleppt. Egal welche Ursache für das Liegenbleiben vorliegt.

Wir wollten darüber hinaus wissen: 

„Sind die Servicefahrzeuge mit Gerätschaften ausgestattet, mit denen E-Fahrzeuge zumindest nachgeladen werden können, um bis zur nächsten Steckdose zu fahren?“

ADAC: „Leere E-Fahrzeuge werden abgeschleppt. Derzeit sind nur wenige Tausend E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Damit ist eine mobile Ladeeinheit derzeit noch nicht notwendig. Der ADAC wird aber frühzeitig aufrüsten, wenn E-Autos eine Masse erreicht haben, die das rechtfertigen.“ 

AVD: „Kurzfristig könnte ggf. Strom in den Werkstätten der Servicepartner abgegeben werden. Auf Grund des derzeit noch sehr geringen Fahrzeugbestands von E-Autos in Deutschland ist es auch derzeit noch nicht erforderlich, dass alle Pannenfahrzeuge mit Notstromaggregaten ausgestattet sind. Es ist immer möglich, ein unbeschädigtes Fahrzeug auf ein Abschleppfahrzeug zu verladen. Bei der Suche nach dem Defekt sind selbstverständliche viele Dinge zu beachten, da sonst Lebensgefahr besteht.“

ACE: „Es ist zwar möglich mit einem Notstromaggregat (220v – 280v) vor Ort nachzuladen, darauf wird aber aus betriebswirtschaftlichen Gründen verzichtet, da die Versorgung mit einem Notstromaggregat mehrere Stunden in Anspruch nehmen würde. Aus diesem Grunde werden E-Fahrzeuge mit ausgefallener Stromversorgung von uns zur nächst gelegenen Ladestation abgeschleppt.“

Unsere Meinung: Zieht man die Möglichkeit einer Schnell-Ladung in Betracht, könnte man in Zukunft mit einem Notstromaggregat z.B. den Akku eines smart fortwo electric drive in 15 Minuten wieder soweit aufladen, daß er zumindest bis zur nächsten öffentlichen Ladestation fahren kann. Diese Variante ist bei entsprechender Verbreitung von E-Mobilen mit Sicherheit wirtschaftlicher, als ein Abschleppen der Fahrzeuge.

Bis es soweit ist, interessiert den E-Mobil Fahrer aber vor allem:

„Entstehen beim Abschleppen Kosten für den Fahrer des liegengebliebenen Fahrzeuges?“

ADAC: „Nein, Pannen werden im Rahmen der Mitgliedschaftsleistungen behoben.“ 

AVD: „Nein, sämtliche Tarife/Leistungen sind für Fahrer von Elektrofahrzeugen analog zu denen für kraftstoffbetriebene Fahrzeuge. Somit ist die Pannenhilfe/Abschleppung durch die Beitragszahlung abgegolten.“

ACE: „Nein, wir tragen die durch das Abschleppen entstehende Kosten bis max. 75 km in Inland und 100 km im Ausland.“

Das klingt schonmal gut, eine Club-Mitgliedschaft lohnt sich also in jedem Fall bei einem E-Mobil, zumal die Clubs sich bereits heute auf ein Wachstum der e-Mobilität vorbereiten. Das entnehmen wir den Antworten auf unsere Frage:

„Wie soll in Zukunft mit dem Thema umgegangen werden?“

ADAC: „Alle Techniker des ADAC sind zu EuP qualifiziert.  Das heißt sie sind „Elektrisch unterwiesene Personen“, so nennt sich die Ausbildung. Der Service wird entlang den Anforderungen bei Zunahme der Pannenvolumen bei E-Fahrzeugen kontinuierlich weiter entwickelt.“

AVD: „Wir sind gerade dabei, alle Servicepartner des AvD zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EUP) an Hochvolt-Systemen und Hybridtechnologien im Fahrzeug (gemäß BGI-GUV 8686) ausbilden (= alle AvD Servicepartner sind dann offiziell zertifiziert).“

ACE: „An erster Stelle steht für uns die korrekte Fehlerdiagnostik. Fit gemacht werden unsere Helfer auch für die Pannen-Diagnostik an Hybridfahrzeugen und Elektroautos.
 Herkömmliche Pannenhilfe mittels „Gerätschaften“ ist aber begrenzt, weil im Fall der Hochvolt-Problematik Zertifizierungen erforderlich sind, um Fehler im Akkupaket zu beheben.
Selbst Premiumhersteller wie Mercedes lassen „Pannen“ nur von einem kleinen Kreis zusätzlich geschulter und lizenzierter Mechatroniker beheben.“

Während ADAC und AVD auf eine Zertifizierung der Techniker setzen, verlässt sich der ACE derzeit auf das geschulte Personal in den Fachwerkstätten.

Abschließend wollten wir wissen:

„Gab es bereits Fälle von liegengebliebenen E-Fahrzeugen, bei denen Ihr Automobilclub tätig werden musste?“

ADAC: „Ja, allerdings sehr wenige Fälle.“

AVD: „Da es zum Einen bislang noch sehr wenige Elektrofahrzeuge im Privatgebrauch gibt, und zum Anderen diese meist über Mobilitätgarantie seitens des Herstellers gebunden sind, ist dies bei uns noch nicht die Regel. Allerdings sind viele unserer Servicepartner auch für Hersteller tätig, und helfen E-Fahrzeugen in diesem Zusammenhang.“

ACE: „Unserer Pressestelle liegen derzeit keine einschlägigen Leistungsnachweise aus unserem Notruf vor. Wir können aber auch nicht ausschließen, dass der ACE auf besagtem Gebiet schon tätig geworden ist.“

Unterm Strich scheinen Pannen mit E-Mobilen bei den Automobilclubs noch kein großes Thema zu sein. Das ist natürlich einerseits auf die geringe Verbreitung der Fahrzeuge zurückzuführen. Andererseits ist der technische Aufbau eines Elektrofahrzeuges weniger anfällig als der eines Verbrennungsmotors. Betrachtet man die Verteilung der Pannenursachen beim ADAC, fällt auf, daß insgesamt ca. 30% der möglichen Defekte bei Elektrofahrzeugen schlagartig entfallen:

ADAC Pannendiagramm

Wir danken den Mitarbeitern von ADAC, AVD und ACE für die freundliche und kompetente Beantwortung unserer Fragen.

 

Kommt der fortwo Nachfolger 2014?

Na, wann kommt er denn nun? Wir werfen mal einen Blick in unsere Glaskugel und spekulieren munter vor uns hin…

Bei unserer Werksbesichtigung in Hambach haben wir zumindest gehört, dass der fortwo Nachfolger 2014 kommen soll. Aber wer weiß schon, welchen Einfluss die Marketing-Abteilung letztendlich noch auf den Termin der Markteinführung nehmen wird.

Fest steht: Der nächste fortwo wird in Kooperation mit Renault entwickelt. Sicher keine schlechte Wahl, hat Renault doch eine Historie an interessanten Klein- und Kleinstwagen vorzuweisen wie R5, Twingo oder -topaktuell- den Twizy. Außerdem ist Renault mit seinen Z.E.-Modellen ein Vorreiter der Elektromobilität. Heimlich, still und leise hat Renault seine Produktpalette erweitert. Bis Jahresende werden vier Modellreihen mit E-Antrieb erhältlich sein: Twizy, Fluence Z.E. und Kangoo Z.E. stehen bereits beim Händler. Der neu entwickelte, rein elektrisch angetriebene Kleinwagen Zoe erscheint im Herbst.

Aber zurück zum fortwo. Der neue wird auf jeden Fall breiter, denn dazu wurden im Werk bereits Umbaumaßnahmen getroffen. Die Breite ist auch die einzige Dimension, in der ein fortwo noch sinnvoll wachsen kann. Hoch genug ist er schon und in der Länge sollte es keinen Zuwachs geben, damit er seine Parkvorteile nicht verspielt. Schaut man sich die im Internet kursierenden ersten Erlkönig-Fotos an, sieht man sogenannte „Testmule“. Diese aus gekürzten Twingo Karosserien bestehenden Fahrzeuge sind Erprobungsträger für die technischen Komponenten des nächsten fortwo; also Fahrwerk, Motor, Getriebe etc.

Diese Prototypen haben formal noch keinerlei Ähnlichkeit mit dem späteren Serienfahrzeug. Dennoch lassen sich einige interessante Details erkennen.

 

Da hier bereits die Fahrwerkskomponenten des nächsten fortwo getestet werden, kann man an den Radabständen schon recht gut die späteren Proportionen des fortwo erkennen. Der neue wird eindeutig bulliger durch die verbreiterte Spur. Bei den Aufnahmen von der Seite erkennt man einen siebartigen Lufteinlass über dem Hinterrad sowie einen knapp hinter der Hinterachse sitzenden, quer eingebauten Endschalldämpfer. Diese beiden Punkte sprechen klar für einen Heckmotor. Das Grundkonzept des fortwo bleibt also erhalten.

 

Das spätere Fahrzeugdesign wird sich wahrscheinlich stark an die Studie forvision anlehnen, die im vergangenen Herbst auf der IAA in Frankfurt präsentiert wurde. Schon der forvision verfügte über eine deutlich verbreiterte Spur im Vergleich zum aktuellen fortwo. Natürlich wird das Design für die Serienversion noch deutlich entschärft. Details wie die Tür in „Knitteroptik“, die Solarzellen/OLED Segmente im Dach oder die Ventilatoren in den Heckleuchten werden es nicht in den nächsten fortwo schaffen. Aber die Grundproportionen des Fahrzeuges bleiben.

 

Auch technologisch werden einige Lösungen des forvision in die Serie einfließen. Die auf der IAA ausgestellten Vollkunststoff-Felgen waren bereits erstaunlich weit entwickelt. Auch die gezeigten Sitzgestelle aus glasfaserverstärktem Kunststoff sind eine geniale Lösung um Gewicht zu sparen, ohne Einbußen bei der Crashsicherheit in Kauf zu nehmen. Denn bei einem Kleinstwagen wie dem fortwo sind auch die Sitze in das Sicherheitskonzept mit einbezogen.

Überhaupt wird das Thema Gewichtsreduktion ganz weit oben im Lastenheft des nächsten fortwo stehen. Das geringere Gewicht wird neben den neuen Direkteinspritzer-Benzinern eine der Hauptmaßnahmen zur Verbrauchssenkung sein – und gleichzeitig zu einer deutlichen Reichweitenerhöhung der nächsten electric drive Generation beitragen.

Der fortwo Nachfolger ist der erste smart, der unter der Regie von Annette Winkler entsteht. Betrachtet man die innovativen Konzeptfahrzeuge seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren, darf man davon ausgehen, daß der neue smart ein echter Innovationsträger sein wird. Und das ist auch dringend notwendig. Denn mit dem Erfolg des neuen fortwo wird höchstwahrscheinlich auch das Schicksal der Marke smart entschieden.

Bildquelle Testmule: autoblog.com, Bildquelle Studioaufnahmen forvision: Daimler

Auf dem besten Weg von A nach B: „moovel“ bietet vernetzte Mobilität für alle

Die Daimler AG geht neue Wege mit einem einzigartigen Service: Die Mobilitätsplattform „moovel“ zeigt ihren Nutzern, wie sie optimal von A nach B kommen. „moovel“ bündelt Angebote unterschiedlichster Mobilitätsanbieter und präsentiert passende Fahrtoptionen per App und mobiler Webseite – anbieterübergreifend und transparent. Ab dem 11. Juli 2012 steht die kostenfreie „moovel“ App im Apple Store zur Verfügung. „moovel“ startet zunächst als Pilotprojekt in Stuttgart. In der Startversion sind Angebote von mitfahrgelegenheit.de, SSB und VVS integriert. Ein zweiter Pilot ist für die zweite Hälfte des Jahres 2012 in Berlin geplant.

moovel

Ab Juli 2012 startet die Daimler AG die Mobilitätsplattform „moovel“ als Pilotprojekt in Stuttgart. „moovel“ bietet den Usern die optimale Möglichkeit, um von A nach B zu kommen: „moovel“ führt ganz unterschiedliche Fortbewegungsmöglichkeiten zusammen und präsentiert die Optionen auf einen Blick transparent, nutzerfreundlich und gleichwertig. Grundlage der Empfehlungen sind die Angebote der Mobilitätsanbieter.

Die Fahrtoptionen werden auf der „moovel“ App oder mobilen Webseite (www.moovel.com) angezeigt. Neben anbieterübergreifenden Informationen zu Preisen und Fahrtdauer bietet „moovel“ zudem eine einfache und intuitive Benutzerführung. Die kostenfreie App steht ab dem 11. Juli 2012 im Apple Store zur Verfügung. Daneben kann „moovel“ über die mobile Webseite auf vielen aktuellen Smartphones genutzt werden.

„Mit dem „moovel“ Pilotprojekt in Stuttgart setzen wir voll auf die intelligente Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote. Wir zeigen den Nutzern auf, wie sie optimal von A nach B kommen. Und gleichzeitig können bestehende Ressourcen besser genutzt werden“, so Wilfried Steffen, Leiter Business Innovation bei der Daimler AG. Andreas Mink, bei Business Innovation Projektleiter von „moovel“ ergänzt: „In dem Pilotprojekt wollen wir die Nutzer in die Weiterentwicklung der Plattform gezielt einbinden, von den Erfahrungen lernen und so „moovel“ mit jedem Update attraktiver machen.“

„moovel“ Startversion mit mitfahrgelegenheit.de, SSB und VVS

Zum Start des Pilotversuches in Stuttgart sind die Angebote von den lokalen Partnern Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) sowie von mitfahrgelegenheit.de integriert. In der App werden verschiedene Verbindungsoptionen von Bussen und Bahnen im VVS-Gebiet mit Fahrtdauer und Preis dargestellt. Darüber hinaus kann nach passenden Mitfahrgelegenheiten gesucht und Fahrtangebote eingestellt werden. Eine Taxiruf-Funktion, mit deren Hilfe der Nutzer aus der App telefonisch ein Taxi bestellen kann, komplettiert die erste Version von „moovel“.

Daimler hat mit dem Adhoc-Mitfahrsystem car2gether in zwei Pilotversuchen in Ulm und Aachen wertvolle Erfahrungen im Mitfahr-Markt gesammelt. Zudem wurde in Ulm die Verknüpfung von car2gether mit car2go erprobt, in Aachen die Verlinkung mit dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) geschaffen.

Die Zusammenarbeit mit mitfahrgelegenheit.de und deren Einbindung in „moovel“ ermöglicht es, die Grundidee von car2gether auf eine deutlich breitere Basis zu stellen und die Vernetzung urbaner Mobilität auf eine neue Stufe zu heben.

Intelligente Verknüpfung von Individualverkehr und ÖPNV

Die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsoptionen macht es möglich, motorisierten Individualverkehr mit dem Öffentlichen Personennahverkehr intelligent zu verbinden und damit einen Beitrag zur effizienteren Nutzung bestehender Ressourcen zu leisten. Die Startversion wird kontinuierlich um die Angebote weiterer Mobilitätsdienstleister ergänzt – in der zweiten Jahreshälfte 2012 beispielsweise um die Angebote von car2go. Für das zweite Halbjahr 2012 ist ein weiteres „moovel“ Pilotprojekt in Berlin geplant. „moovel“ vernetzt die Angebote verschiedener Mobilitätsanbieter und ist dabei grundsätzlich offen für alle Anbieter urbaner Mobilität. Die Einbindung vieler Partner ist ein zentrales Element. Auch innerhalb der Daimler AG – so wurden für die Entwicklung von „moovel“ unter der Moderation des Bereiches Business Innovation, dem Daimler Lab für innovative Geschäftsmodelle, Kompetenzen aus den Konzernbereichen IT, Finanzdienstleistungen und Strategie zusammen geführt.

Quelle: Daimler AG