Der Anfang vom Ende

Turbulente und ereignisreiche Tage liegen hinter uns, kaum ist der Verkauf an Geely bekannt versucht man nun den Konzern wieder auf Kurs zu bringen. Meist leider mit nicht sehr erfreulichen Nachrichten für uns als Fans der Marke.

Facelift als Erlkönig

Die noch positivste Nachricht der letzten Tage sind wohl die Erlkönig Fotos von carcoops welche das Facelift (Mopf) zeigen. Dieses wird wie schon bekannt zur IAA im September kommen und soll etwas erwachsener aussehen – optisch sicher angelehnt an die Studie smart forease. Was man aber auch auf dem Bild sehen kann, ist dass die Änderungen grundsätzlich sehr Marginal sind: neue Front, neue Scheinwerfer, neue Rückleuchten. Die Ganzen anderen Dinge bleiben wohl unangetastet. Es bleiben sichtbare Renaultteile im Innenraum und eine Haptik die selbst der 450er von 1998 besser in den Schatten stellt. Doch eher ein Möpfle wie wir als Schwaben sagen würden und kein echter Mopf.

Die neue Chefin ist nicht mehr Chefin

Nach nur einem guten halben Jahr an der Spitze der Marke smart kehrt Katrin Adt, die neue smart Chefin der Marke schon wieder den Rücken zu. Zum ersten Juli wird sie eine neue Position innerhalb des Mercedes-Benz Cars Retail Bereich übernehmen. Offiziell sagt man dazu nur:

Nach Übernahme des Produktbereichs smart im Herbst 2018 lag ihr Fokus auf der Gestaltung einer langfristigen Zukunft für die Marke, die durch die Gründung eines Joint Venture mit Geely in China sichergestellt ist.

Daimler AG

Naja was auch sonst, da die Leitung der Marke smart im Joint Venture mit Geely ja nun von den Chinesen übernommen wird musste man für den Karrierepfad einer Frau schnell einen passablen Ersatz finden – smart wird im Lebenslauf irgendwann garnicht mehr auftauchen.

Verkauf wird in den USA komplett eingestellt

Bereits vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, dass smart in den USA und Kanada schon frühzeitig nur noch die Elektrovariante verkaufen will, den Verbrenner wollte man direkt einsparen und begründete es mit einer primären Nutzung in den Großstädten und einem eh schon verhältnismäßig hohen Absatz des damaligen electric drive. Mit dem Mopf welcher dann ab kommendem Jahr auf dem Markt sein wird, stellt smart den Verkauf in Nordamerika komplett ein, Grund dafür seien wie ntv von smart erfahren haben will der schrumpfende Markt für Kleinstwagen und hohe Anpassungskosten für das Facelift. Hohe Anpassungskosten bei so einem Mini-Facelift? Come on!

Der Elektroantrieb ist von zentraler Bedeutung für unsere langfristige Antriebs-Strategie in den USA

2017, Annette Winkler , damalige CEO von smart

Langfristige Antriebs-Strategien bei Daimler sind wohl mit einem Haltbarkeitsdatum von zwei Jahren versehen, denn nun heisst es EQC statt smart! Das erste Modell unter der Marke EQ soll den Anfang machen – wie passend mit einem fetten SUV – später sollen dann weitere Modelle Folgen.

Zum Fazit laden wir dann wieder bei der Headline dieses Artikels: Der Anfang vom Ende. Mich würde es nicht wundern wenn in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Hiobsbotschaften folgen werden was die Marke angeht und meine erste Euphorie welche sich mit dem Partner Geely gezeigt hat, bekommt nun täglich einen dicken Dämpfer aus Böblingen bzw. Untertürkheim.

Veröffentlicht von Martin Baitinger

Martin ist Blogger bei smartpit.de und diversen anderen Blogs. Gründer der smart forfour Community 44forum.de und smart enthusiast der ersten Stunde.

5 Antworten auf “Der Anfang vom Ende”

  1. Hi Martin,
    Hast du Infos darüber ob das Facelift endlich einen vollwertigen Abstandstempomaten (inkl Start/Stop) bekommt? Habe nie verstanden warum der aktuelle EQ das nicht hat, die nötige Hardware (Radar) ist ja eigentlich schon an Board.
    VG, Christian

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  2. Für ein kleines Handgeld, unter der Hand verschleudert.
    Für den Daimler Konzern war der Smart nie ein richtiges Auto. Eher ein Alibi damit der Flottenverbrauch nicht zu arg nach oben geschossen ist.
    Für den Kunden war er immer schon zu teuer, für die Nutzfläche.
    Nun kommt der Geely-Konzern und übernimmt die Marke. Es ist eine Chance für den Chinesischen Konzern in den europäischen Massen-Markt zu kommen. Deswegen der Rückzug aus dem amerikanischen Markt.
    Für den Kunden kann das heißen, Elektroautos können günstiger werden.
    Für VW usw. ein Mitbewerber mehr.

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  3. Schade das smart nur überteuerte Autos bauen Kann und trotzdem immer minus gemacht hat.
    das können die Chinesen vielleicht ändern. bei Jaguar scheint das ja auch zu funktionieren

    MR

    Antworten

  4. Schade das smart nur überteuerte Autos bauen Kann und trotzdem immer minus gemacht hat.
    das können die Chinesen vielleicht ändern. bei Jaguar scheint das ja auch zu funktionieren

    MR

    Antworten

  5. Schade das smart nur überteuerte Autos bauen Kann und trotzdem immer minus gemacht hat.
    das können die Chinesen vielleicht ändern. bei Jaguar scheint das ja auch zu funktionieren.
    wie möchte Daimler Benz jetzt die Auflagen des Flottenverbrauch erfüllen

    Mirko

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