Der Herbst rückt näher, und damit auch der Termin, auf den viele von uns seit Monaten hinfiebern: die Weltpremiere des smart #2 auf dem Pariser Autosalon im Oktober. Jetzt hat smart offiziell bestätigt, was sich in den letzten Wochen bereits über Erlkönig-Sichtungen angedeutet hat – der Zweisitzer durchläuft aktuell die letzte, intensive Testphase, bevor er sich der Öffentlichkeit stellt.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht an die Erlkönige, die noch im Kleid des alten fortwo 453 unterwegs waren. Das ist jetzt Geschichte: Der #2 trägt inzwischen eine maßgeschneiderte, schwarz-weiße Tarnfolie, die eigens vom Mercedes-Benz Global Design Team entworfen wurde. Für mich ein kleines, aber sprechendes Detail – smart lässt die geliehene fortwo-Hülle hinter sich und zeigt selbstbewusst, dass der #2 jetzt auf eigenen Beinen steht, auch wenn die finale Karosserie noch verhüllt bleibt.
Spannend ist vor allem, wie umfassend das aktuelle Testprogramm ausfällt. Auf speziellen Testgeländen ging es um die Alltagstauglichkeit im Stadtverkehr: unerwartete Hindernisse, Notspurwechsel, nasse Fahrbahnen mit wenig Grip. Fahrwerksaufhängung, Lenkverhältnis und Federungssteuerung wurden dabei immer weiter nachgeschärft, damit sich der Kompakte trotz seiner geringen Größe stabil und reaktionsschnell anfühlt.

Daneben stand der Innenraumkomfort im Fokus – Stichwort NVH, also Noise, Vibration, Harshness. Windkanal, Akustikkammer, ein temperaturgeregelter Vier-Säulen-Prüfstand, dazu Testgelände und öffentliche Straßen: An Geräuschquellen wurde offenbar nichts ausgelassen, von Windgeräuschen über Antriebsstrang-NVH bis hin zu Quietschen und Klappern. Auch die Reifenmischung wurde auf unebenem Asphalt, gerilltem Beton und Hochgeschwindigkeitsstrecken optimiert – immer mit dem Zielkonflikt zwischen Rollwiderstand (und damit Reichweite) und Geräuschdämmung im Hinterkopf. Ergänzt wird das Ganze durch klassische Haltbarkeitstests auf Schlaglochpisten und gezielte Aufpralltests, etwa beim Überfahren von Bordsteinkanten.
Technische Basis ist die eigens entwickelte Electric Compact Architecture, kurz ECA – die Plattform, die schon bei den ersten Erlkönig-Berichten im Dezember als Kern der Neuentwicklung genannt wurde. Laut smart soll sie maximale Agilität, eine intelligente Raumausnutzung und ein hohes Sicherheitsniveau im kompakten Format ermöglichen. Dazu passt, dass die nächste Generation der bewährten Tridion-Sicherheitszelle zum Einsatz kommt, kombiniert mit optimierter Karosseriesteifigkeit.
Auch das Design-Statement bleibt konsequent: Die charakteristische „wheels-at-the-corners“-Architektur, die seit dem ersten fortwo zum Markenzeichen des platzoptimierten Zweisitzer-Designs gehört, ist auch beim #2 die geometrische Grundlage für die Wendigkeit in der Stadt.
smart-Deutschland-Chef Florian Nemitz bringt es auf den Punkt: Der #2 stehe für das, was die Marke seit jeher ausmache – „intelligente Mobilität für die Stadt mit unverwechselbarer Identität.“
Quelle: smart

