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Zu Besuch im smartville Hambach

smartpit hat exklusive Einblicke in die Produktion des smart fortwo und smart fortwo cabrio in französischen Hambach bekommen. Alle Details nur hier im Blog.

Als smart-enthusiast gehört ein Besuch im smart Produktionswerk „smartville“ in Hambach zu einem absoluten muss! Im Rahmen einer Ausfahrt des smart clubs: SOS – smart organisation stuttgart habe ich mich im April auf die Reise nach Hambach gemacht an die Geburtsstätte des smart fortwo.

Bereits seit 1997 wird der smart fortwo im lothringischen Hambach in Frankreich produziert. Mit der Baureihe 453 hat in 2014 bereits die produktion der dritten Generation des fortwo in den Werkshallen begonnen.

Warum der Produktionsstandort Hambach insgesamt auch als ’smartville‘ bezeichnet wird, erklärt ein Blick aus der Vogelperspektive: Im Zentrum des Industriekomplexes mit einer Gesamtfläche von 68 Hektar – davon 17,5 Hektar bebaut – steht das smart Zentralgebäude, das von separaten Hallen für die Systempartner umgeben ist. Diese produzieren dort Komponenten, montieren Module vor oder erbringen Logistikdienstleistungen.

Im Zentralgebäude in Form eines Plus-Zeichens findet die Endmontage der Fahrzeuge statt: Die Fahrzeuge laufen auf dem Fließband durch jeden der vier Ausläufer („Äste“) mit den jeweiligen Montagestationen. Dank der langen Außenwände dieser Äste können alle Module und Teile unmittelbar an den Montagestationen zum Einbau bereitgestellt werden, und zwar exakt zur richtigen Zeit (‚just in time‘) sowie in der richtigen Reihenfolge (‚just in sequence‘) für jedes individuelle Fahrzeug. Die Bereitstellung durch die Systempartner erfolgt direkt über Transportbrücken, weitere Umfänge werden über die zahlreichen Lkw-Andockstellen angeliefert. In der Mitte des Plus-Zeichens befinden sich weitere Stockwerke für den Verwaltungsbereich des Werks, ein achteckiger überdachter Innenhof ermöglicht den jederzeitigen Blickkontakt zur Produktion.

Zu den Systempartnern auf dem Werksgelände zählen unter anderem Magna Chassis (tridion-Sicherheitszelle), Magna Doors (Türen, Heckklappe), Faurecia (Bodypanels), ThyssenKrupp (Hinterachsantriebsmodul und Vorderachse) und SAS (Cockpit). Die Systempartner haben eine weitgehende Verantwortung für ihre Module. So prüft beispielsweise Magna Doors an speziellen Geometriestationen die exakte Maßhaltigkeit der Kunststofftüren, so dass bei der Endmontage am Fahrzeug keine Justiermaßnahmen mehr notwendig sind.

Auf dem Gelände von smartville gibt es außerdem eine insgesamt rund 1,5 Kilometer lange Teststrecke zur Vorserien-Erprobung und Qualitätssicherung, mit der das Fahrzeugverhalten auf vielen unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen, darunter auch einer Rüttelstrecke, untersucht werden kann.

Besonders ist die Flexibilität in Hambach, so wird z.b. der neue smart fortwo electric drive komplett identisch zwischen den Benzinmotoren gefertigt, einzig die Anlieferung des Antriebsmoduls unterschiedet sich. Somit sind keine komplexen Produktionsumstellungen notwendig um die neuen elektrischen Modelle zu produzieren.

Wer in Hambach einen forfour sucht wird nicht fündig werden. Der smart forfour wird nämlich nicht in Hambach produziert sondern beim Renault-Produktionsstandort im slowenischen Novo Mesto. Der forfour läuft dort vom gleichen Produktionsband wie der neue Renault twingo.

Quelle: Daimler AG