Toyota iQ im Test – Fazit

Die zwei Wochen mit dem Toyota iQ sind vorbei, der Toyota iQ ist wieder zurück bei Toyota. Wir haben dem ersten Eindruck, dem Interieur und Exterieur, dem Fahrverhalten und dem Vergleich zum smart fortwo jeweils einen Artikel gewidmet, ein abschließendes Fazit darf hierbei natürlich nicht fehlen.

Toyota iQ

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Der Toyota iQ hat sich in den zwei Testwochen als hervorragendes Micro-Car mit kleinen Schwächen gezeigt. Der iQ setzt in puncto Komfort Maßstäbe. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist enorm, bequeme, in alle Richtungen verstellbare Sitze und ein höhenverstellbares Lenkrad machen es selbst hochgewachsenen Leuten schwer, sich nicht wohl zu fühlen. Leider ist die Rückbank wohl eher für den Hund oder die Einkäufe gedacht, ein bequemes Sitzen ist hier im Grunde unmöglich. Sobald die zweigeteilte Rückbank umgelegt ist, bietet der iQ jedoch einen sehr großen Kofferraum.

Toyota iQ vs smart fortwo

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Das Amaturenbrett wirkt aufgeräumt, alles ist an seinem Platz. Leider passt das Multifunktionsdisplay nicht ins Gesamtbild, und wirkt einfach fehl am Platz. In der Ausstattungsvariante iQ+, welche uns zur Verfügung gestellt wurde, ist die Mittelkonsole und die Türgriffe mit Klavierlack-Optik ausgestattet. Das sieht chic aus, ist aber ein Magnet für Fingerabdrücke, hier hilft nur regelmäßiges Putzen. Im Ersten Einduck habe ich die schlechte Übersichtlichkeit bemängelt, nach ein wenig Eingewöhnung hatte ich zuletzt nicht mehr das Gefühl, eine schlechte Sicht nach Hinten und zu den Seiten zu haben.

Die Federung des iQ ist angenehm weich, der kurze Radstand ist wesentlich seltener zu spüren als z.B. im smart fortwo. Leider hier und da zu weich, bei sportlicher Fahrweise neigt der iQ zum Untersteuern, bei Ausweichmanövern schwimmt der iQ auf und das Heck wird nervös.

Unser Testwagen hatte ein stufenloses Automatikgetriebe, bei Toyota Multidrive genannt, hier konnte zwischen Eco- und Sport-Schaltung gewählt werden. Der Eco-Modus schaltet stets möglichst spritsparend, für meinen Geschmack fuhr der iQ teilweise zu untertourig. Im Sport-Modus bleibt der Drehzahlmesser im mittleren Bereich, beim Beschleunigen werden die Gänge ausgefahren. Bis auf die gelegentlich untertourige Fahrweise im Eco-Modus gibt es an der Automatik nichts zu bemängeln, sie tut genau das, was man von ihr erwartet.

Der Verbrauch bei unserem Testwagen (68 PS / 50 kW)  hat sich bei ca. 6,5 Liter Super auf 100 Kilometer eingependelt, jedoch haben wir gerne auch mal kräftig aufs Gas getreten. Bei moderater Fahrweise sollten im Stadtverkehr um die 6 Liter möglich sein.

Die Bremsen waren für meinen Geschmack nicht ausreichend, das Bremspedal war zu weich und die Verzögerungswirkung setzte spät ein, der Bremsweg wirkte relativ lang. Möglicherweise ist dies aber dem Pressefahrzeug geschuldet, welches sicher nicht immer nur pfleglich behandelt wurde.

Alles in Allem bietet der iQ ein durchweg angenehmes Fahrgefühl, Toyota hat großen Wert auf den Fahrkomfort gelegt und die Messlatte hoch gelegt. Leider geht dieser Fahrkomfort auf Kosten der Sportlichkeit. Der iQ fährt sich bequem, weich und langweilig.

Der iQ ist in meinen Augen weder 4-Sitzer noch “3+1″-Sitzer. Der iQ ist für mich ganz klar ein Zwei-Sitzer mit Rückbank.

Nichts desto trotz ist der iQ ein rundum angenehmer und praktischer Stadt-Flitzer, in dem auch längere Fahrten durchaus möglich sind. Der iQ liegt preislich in der Basisvariante ca. 2.000 Euro über dem smart fortwo bei vergleichbarer Ausstattung, was schade ist. Zwar bietet der iQ theoretisch eine Rückbank und Platz für 4 Personen, praktisch jedoch handelt es sich beim iQ auch um einen Zweisitzer mit größerem Kofferraum.

Ein ganz großes Dankeschön geht an die Presseabteilung von Toyota Deutschland, die uns den Testwagen schnell und unkompliziert bereitgestellt hat.