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Erweiterung des MTC in Sindelfingen durch Technologiezentrum für Fahrzeugsicherheit

Das neue Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) in Sindelfingen; Architektur ; The new Technology Centre for Vehicle Safety (TFS) in Sindelfingen; Architecture;

Mit dem Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen hat die Daimler AG bereits in Vergangenheit gezeigt eines der modernsten Zentren für die Fahrzeugentwicklung sein eigenen zu nennen. Dieses Jahr kam das neue Technologiezentrum für Fahrzeugsicherheit mit dazu, damit will man auch in Zukunft Taktgeber bei der Fahrzeugsicherheit der globalen Autoindustrie bleiben.

Jetzt fragt man sich natürlich was das mit smart zu tun hat? Eine ganze Menge sogar! Denn auch die Entwicklung der smart Modelle findet primär in Sindelfingen statt und somit werden natürlich auch alle Crash Tests zukünftiger smart Generationen im neuen TFS durchgeführt.

Mit rund 200 Millionen Invest für das neue Crashzentrum stellt Daimler die Weichen für die Zukunft. Vor 15 Jahren wurden im Jahr ca. 350 Tests durchgeführt, mit dem neuen TFS sollen es zukünftig bis zu 1.000 Tests im Jahr werden. Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung erklärte das dies durch die neuen Gesetze und die deutlich größere Modellvielfalt bei Daimler nötig sei. Viele Länder haben eigene und ganz spezielle Richtlinien an die man sich als Fahrzeughersteller bei der Crashsicherheit halten muss.

Auch in Zeiten intelligenter Assistenzsysteme und mit der Perspektive des autonomen Fahrens bleibt die Passive Sicherheit, also die Minderung von Unfallfolgen für die Fahrzeuginsassen, eine zentrale Aufgabe der Fahrzeugentwicklung. Dafür sorgen nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch die Tatsache, dass noch auf Jahrzehnte hinaus Fahrzeuge verschiedener Generationen gemeinsam auf den Straßen unterwegs sein werden.

Der Neubau des Technologiezentrums Fahrzeugsicherheit (TFS) war ein aufwendiges Bauprojekt. Die Herausforderungen bestanden unter anderem darin, dass in der großen Crashtesthalle keine Säulen stehen durften und der Boden der Crashbahnen extrem eben sein sollte. Zu den baulichen Besonderheiten zählt ebenso die Temperierung mit Hilfe der Abwärme der benachbarten Klimawindkanäle. Außerdem müssen die Crashbahnen extrem eben ausgeführt sein: Die Ebenheit der Bahnen (Abweichung maximal 5 mm auf 100 m) ist unter anderem für Crashversuche mit so genannten bewegten Stoßwagen wichtig, mit denen z.B. ein Seitenaufprall nachgestellt wird. 

Fahrzeugsicherheit ist ein wichtiges Thema im ganzen Konzern: Deshalb musste 2014 auch eine neue S-Klasse der Baureihe 222 gegen einen neuen smart fortwo (453) antreten:

Bilder: Daimler AG